Kapitel 2 von 7:
Onboardingdimensionen: Kultur, Regeln, und Netzwerk
Wie schafft man einen Einstieg, bei dem neue Mitarbeitende sowohl das Unternehmen verstehen als auch sich willkommen fühlen und schnell ihren Platz finden? Die Antwort liegt selten in einer einzigen großen Onboarding-Maßnahme, sondern in den Dimensionen, mit denen Sie vom ersten Tag an arbeiten.
Nach unserem Kapitel 1 der Blogserie, in dem wir die gesamte Mitarbeiterreise beleuchtet haben, wenden wir uns nun dem Beginn des Onboardings zu – den Teilen, die die Grundlage für alles bilden, was später kommt.
Gerade jetzt, wo das Interesse an KI deutlich gestiegen ist, bietet das Onboarding eine gute Gelegenheit, neuen Mitarbeitenden zu zeigen, dass ihre Kompetenzen ernst genommen und genutzt werden – vor allem in einer Zeit, in der die Herausforderungen der KI „in Wirklichkeit geht es weniger um Technologie als vielmehr um Vertrauen und Beziehungen.“
Dieses Kapitel der Reihe konzentriert sich auf drei der sechs Dimensionen des Onboarding-Modells©, das von Christian Harpelund und Morten T. Højlund entwickelt wurde und in ihrem Buch ausführlich beschrieben wird.
Sie lesen ein Kapitel aus unserer neuen Blogserie
Eine Reihe von HR-Leitfäden, die Ihnen konkrete Einblicke und Werkzeuge für jeden Abschnitt der Mitarbeiterreise bieten – unabhängig davon, wo Sie heute stehen.
Aktuell lesen Sie:
Kapitel 2 – Onboardingdimensionen: Kultur, Regeln, und Netzwerk
Lesen Sie auch:
Kapitel 1 – Mitarbeiterreise von A-Z: Der unsichtbare rote Faden
Warum Sie die Onboarding-Dimensionen nutzen sollten
In ihrem Buch stellen Christian Harpelund und Morten T. Højlund den Lesenden sechs Dimensionen vor, die auf dem von ihnen selbst entwickelten Onboarding-Modell© basieren.:
- Kultur
- Regeln
- Netzwerk
- Zusammenarbeit
- Kompetenzen
- Resultate
In diesem Blogbeitrag beschäftigen wir uns mit den ersten drei Onboarding-Dimensionen: Kultur, Regeln und Netzwerke. Sie erhalten konkrete Vorschläge, wie diese zu einem lebendigeren und kohärenteren Teil Ihres Onboardings werden können – sowohl für Sie, die Sie mit dem Prozess arbeiten, als auch für die neuen Kollegen, die ihre Reise genau hier beginnen.
Und es ist auch ein guter Zeitpunkt, Ihnen HR-ON Boarding vorzustellen – unsere Onboarding-Plattform, die Ihnen hilft, vom ersten Tag an Verbundenheit und Klarheit zu schaffen.
INHALT
Warum Sie die Onboardingdimensionen nutzen sollten
Kultur: Helfen Sie Ihren Mitarbeitenden zu verstehen „wer wir sind”
Regeln: Schaffen Sie Sicherheit und Klarheit durch Rahmenbedingungen
Netzwerk: Geben Sie Ihren Mitarbeitenden Zugang zu Menschen, nicht nur zu Informationen
Reflektion: Wie stark ist Ihr Onboarding in den drei Onboardingdimensionen?
Die Onboardingdimensionen können Ihnen ein klares Bild vermitteln
FAQ: Was sind Onboardingdimensionen?
Kultur: Helfen Sie Ihren Mitarbeitern zu verstehen, „wer wir sind“
Kultur besteht nicht aus Plakaten oder Werten auf der Website oder an den Wänden des Büros. Es ist das, was ein neuer Mitarbeiter in kleinen Momenten wahrnimmt: den Ton, das Tempo, die Geduld.
Wenn die Unternehmenskultur nicht bewusst eingeführt wird, bleibt sie dem Zufall überlassen. Das kann zu Unsicherheit führen – insbesondere in den ersten Wochen, in denen neue Mitarbeiter eher die Atmosphäre als die Systeme kennenlernen. Letztendlich kann eine fehlende oder schlechte Unternehmenskultur die Mitarbeiter in einer Weise beeinflussen, die sich auf ihr Wohlbefinden und ihre Produktivität auswirkt.
So können Sie die kulturelle Dimension stärken:
- Erzählen Sie von Ihren informellen Regeln
- Teilen Sie Beispiele statt Werte
- Lassen Sie das Team erzählen, wie der Alltag tatsächlich funktioniert
- Verwenden Sie Onboarding-Prozesse in HR-ON Boarding um Kultur in kleinen Schritten zu vermitteln
Eine starke Einführung in die Unternehmenskultur hilft neuen Mitarbeitenden, sich schneller wohlzufühlen – weil sie wissen, worauf sie sich einlassen. Nehmen Sie sich daher Zeit, um neuen Mitarbeitenden Folgendes verständlich zu machen:
1) Vision, Ausrichtung und Strategie des Unternehmens
2) Die ungeschriebenen Regeln des Unternehmens
3) Die Geschichte, Normen und Werte des Unternehmens
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Regeln: Schaffen Sie Sicherheit durch Klarheit und Rahmenbedingungen
Regeln klingen langweilig, aber sie schaffen Ruhe. Unklare Erwartungen sorgen für Unsicherheit, klare Rahmenbedingungen schaffen Mut. Viele Onboardings werden unklar, weil niemand genau weiß, wann man fragen, teilen, hinterfragen oder Stopp sagen „darf“.
Gallup weist auf dieselbe Herausforderung hin: Weniger als die Hälfte der Beschäftigten stimmt heute „voll und ganz zu“, dass sie wissen, was bei der Arbeit von ihnen erwartet wird – ein deutlicher Rückgang seit Beginn der Corona-Pandemie. Dies ist eine deutliche Erinnerung daran, wie wichtig es ist, Regeln und Erwartungen konkret zu formulieren, insbesondere in den ersten Wochen, in denen alles neu ist.
Stärken Sie die Regel-Dimension, indem Sie:
- Machen Sie deutlich, was erwartet wird, und zwar nicht nur in Woche 1, 2 und 3
- Erzählen Sie, was man unbedingt wissen muss und was gut zu wissen ist
- Zeigen, wo man Informationen findet – nicht nur Links verschicken
- Sammeln Sie Materialien an einem Ort, damit neue Mitarbeitende nicht suchen muss.
Wenn die Regeln klar sind, kann der Mitarbeitende seine Energie darauf verwenden, zu lernen – statt zu raten.
Was machen wir bei HR-ON?
Wenn neue Mitarbeitende in unsere Unternehmensregeln eingeführt wird, fokussieren wir uns auf das Mitarbeitermanifest. Es ist ein zentraler Bestandteil des Onboardings, bei dem neue Mitarbeitende die Möglichkeit haben, das Manifest zu lesen und Fragen zu stellen. Danach gibt es natürlich eine Eingewöhnungsphase, aber hier kann man jederzeit fragen, wenn einem Fragen einfallen.
Netzwerk: Geben Sie Ihren Mitarbeitern Zugang zu Menschen, nicht nur zu Informationen
Ein Mitarbeitender, der nicht weiß, an wen er sich wenden kann, fühlt sich schnell allein, auch wenn die Kollegen nett sind.
Beim Networking geht es nämlich nicht darum, am ersten Tag herumgeführt und 12 Leuten vorgestellt zu werden. Es geht um tatsächliche Zugänge: Wer hilft mir, wenn ich nicht weiterkomme? Wen darf ich stören? Wer möchte mich einladen?
Ohne diese Antworten verbrauchen neue Mitarbeitende viel Energie darauf, zu interpretieren, zu raten und sich zurückzuhalten, und genau diese Zurückhaltung verlangsamt den Start.
Wenn Beziehungen nicht frühzeitig aufgebaut werden, können sich neue Mitarbeitende länger als gewünscht wie ein Gast fühlen.
So stärken Sie die Netzwerkdimension:
- Erstellen Sie ein Buddy-System, das sowohl praktische als auch soziale Einarbeitung umfasst
- Stellen Sie den neuen Mitarbeitenden durch konkrete Aufgaben den wichtigsten Kooperationspartnern vor
- Schaffen Sie Raum für informelle Treffen: einen Spaziergang, einen Kaffee, eine kurze Vorstellung in der Mittagspause
Wenn Networking als wichtiger Teil des Onboardings und nicht nur als zusätzlicher Punkt auf der To-do-Liste betrachtet wird, entsteht schneller eine Bindung, und diese Bindung ist die Voraussetzung für Engagement.
Reflektion: Wie stark ist Ihr Onboarding in den drei Onboarding-Dimensionen?
Nun haben wir die ersten drei von sechs Dimensionen aus dem Onboarding Model© durchgenommen. Wie geht es nun weiter? Ein guter Anfang ist eine Reflektionsübung.
Wir haben zwar noch nicht alle sechs Dimensionen durchlaufen, aber nehmen Sie sich dennoch die nötige Zeit, um zu prüfen, wo Sie Ihr Onboarding-Programm verbessern können.
Reflektionsübung
- Listen Sie alle Aktivitäten Ihres aktuellen Onboarding-Prozesses auf
- Ordnen Sie jede Aktivität einer der sechs Dimensionen zu: Kultur, Regeln, Netzwerke, Zusammenarbeit, Kompetenzen, Ergebnisse
- Beachten Sie:
- In welchen Dimensionen gibt es viel Aktivität?
- Wo gibt es keine?
- Wo fehlt es Ihnen an Balance?
Nach der Übung stellen Sie vielleicht fest, dass Sie sich beispielsweise intensiv mit der kulturellen Dimension beschäftigt haben, aber beim Thema Netzwerk noch Nachholbedarf besteht. Das ist kein Problem, denn Sie haben nun schriftlich festgehalten, wo Ihre Stärken beim Onboarding liegen und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt.
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Die Onboarding-Dimensionen können Ihnen ein klares Bild vermitteln
Der gute Start. Das ist es, was zählt – den neuen Mitarbeiter herzlich willkommen zu heißen und dafür zu sorgen, dass er sich über seine neue Position und sein neues Unternehmen freut. Mit Onboarding-Dimensionen und einem Onboarding-Tool als zusätzliche Hilfe können Sie sich ein klareres Bild davon machen, wie gut Ihr Onboarding ist.
Im nächsten Kapitel konzentrieren wir uns auf die letzten drei Dimensionen: Zusammenarbeit, Kompetenzen und Ergebnisse. Auf diese Weise decken Sie Ihren Onboarding-Prozess vollständig ab.
Wenn Sie in der Zwischenzeit mehr über HR-ON Boarding erfahren möchten, können Sie eine Demo buchen oder Ihren individuellen Preis berechnen.
FAQ: Was sind Onboarding-Dimensionen?
Was sind Onboarding-Dimensionen?
Onboarding-Dimensionen sind sechs zentrale Bereiche, die zusammen eine starke und strukturierte Onboarding-Erfahrung schaffen. Das Modell stammt aus „The Onboarding Model©” von Christian Harpelund und Morten T. Højlund.
Welche sechs Dimensionen gibt es?
Die sechs Dimensionen sind: Kultur, Regeln, Netzwerke, Zusammenarbeit, Kompetenzen und Ergebnisse.
Wie lassen sich die Onboarding-Dimensionen in der Praxis anwenden?
Indem Sie den Onboarding-Prozess durchgehen und sicherstellen, dass jeder Aspekt berücksichtigt wird: z. B. Kultur anhand kleiner Beispiele, Regeln durch klare Erwartungen und Netzwerke durch Beziehungen.
Was passiert, wenn die Dimensionen fehlen?
Die Einarbeitung erfolgt zufällig. Die Mitarbeitenden raten mehr, als dass sie lernen, was das Risiko von Unsicherheit, geringem Engagement und schneller Kündigung erhöht.
Wie arbeitet HR-ON mit den Onboarding-Dimensionen?
HR-ON Boarding macht es einfach, Prozesse zu entwickeln, die alle sechs Dimensionen in kleinen, übersichtlichen Schritten abdecken, sodass neue Kollegen einen herzlichen und gut strukturierten Start erleben.