10 Personalkennzahlen für die moderne HR-Abteilung: Ein umfassender Leitfaden
Die Bedeutung von Personalkennzahlen (auch HR KPIs genannt) für eine erfolgreiche HR-Abteilung kann nicht genug betont werden. Durch die richtigen Kennzahlen kann die Personalabteilung nicht nur ihre eigene Leistung überwachen, sondern auch wichtige strategische Entscheidungen treffen und die gesamte Unternehmensleistung verbessern. In diesem Artikel werfen wir einen detaillierten Blick auf die zehn wichtigsten Personalkennzahlen, die jede moderne HR-Abteilung verfolgen sollte.
1. Mitarbeiterbindung (Retention Rate)
Mitarbeiterengagement ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg einer HR-Abteilung. Diese Kennzahl zeigt, wie stark sich Mitarbeitende mit dem Unternehmen und seiner Vision identifizieren. Eine hohe Engagement-Rate fördert Produktivität und Kreativität innerhalb des Teams. Engagierte Mitarbeitende sind motivierter und tragen aktiv zur Verbesserung der Unternehmensleistung bei. Das Engagement lässt sich durch regelmäßige Umfragen und Feedbackmechanismen messen.
2. Mitarbeiterengagement (Employee Engagement)
Mitarbeiterbindung ist eine der zentralen Personalkennzahlen und misst, wie viele Mitarbeitende in einem bestimmten Zeitraum im Unternehmen bleiben. Eine hohe Mitarbeiterbindungsrate ist ein Indikator für eine gesunde Arbeitsumgebung und effiziente Personalführung. Die Mitarbeiterbindung spielt eine zentrale Rolle, da sie nicht nur den Erfolg der HR-Abteilung, sondern auch den langfristigen Erfolg des Unternehmens beeinflusst. Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden gut halten können, profitieren von geringeren Rekrutierungskosten und einer stärkeren Unternehmenskultur.
3. Net promoter Score
Der Net Promoter Score ist eine wichtige Kennzahl, um herauszufinden, ob Mitarbeitende das Unternehmen weiterempfehlen würden. Ein hoher NPS bedeutet, dass die Mitarbeitenden mit ihrem Arbeitsumfeld zufrieden sind und sich als Markenbotschafter verstehen. Ein niedriger NPS kann hingegen auf Probleme innerhalb des Unternehmens oder der Unternehmenskultur hinweisen, die angegangen werden müssen. Um diesen Score zu berechnen, wird den Mitarbeitenden die Frage gestellt, wie wahrscheinlich es ist, dass sie das Unternehmen einem Freund empfehlen würden.
4. Fehlzeitenrate (Absenteeism Rate)
Die Fehlzeitenrate gibt Auskunft darüber, wie viele Arbeitsstunden aufgrund von Krankheit oder anderen Abwesenheiten verloren gehen. Hohe Fehlzeiten können auf Probleme wie Burnout oder schlechte Arbeitsbedingungen hinweisen. Es ist entscheidend, die Ursachen von häufigen Fehlzeiten zu untersuchen und gegebenenfalls Präventionsmaßnahmen zu ergreifen, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden zu fördern. Unternehmen mit einer geringen Fehlzeitenrate haben in der Regel eine bessere Arbeitskultur und ein gesundes Arbeitsumfeld.
5. Durchschnittliches Gehalt und Gehaltswettbewerbsfähigkeit
Das durchschnittliche Gehalt ist ein wichtiger Indikator für die Gehaltsstruktur in einem Unternehmen. Es hilft dabei zu verstehen, ob das Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt und die besten Talente anzieht. Die Gehaltswettbewerbsfähigkeit ist entscheidend, um talentierte Mitarbeitende zu gewinnen und langfristig zu halten. HR-Abteilungen sollten regelmäßig Gehaltsbenchmarks durchführen, um sicherzustellen, dass die Gehälter im Vergleich zu anderen Unternehmen in der Branche wettbewerbsfähig sind.
6. Mitarbeiterfluktuation (Turnover Rate)
Die Mitarbeiterfluktuation ist eine weitere wichtige Kennzahl, die zeigt, wie viele Mitarbeitende das Unternehmen im Laufe des Jahres verlassen haben. Eine hohe Fluktuation kann auf ungelöste Probleme in der Unternehmenskultur oder Führung hinweisen. HR-Teams sollten regelmäßig untersuchen, warum Mitarbeitende das Unternehmen verlassen, und daraufhin entsprechende Maßnahmen ergreifen, um die Fluktuation zu verringern und eine bessere Arbeitsumgebung zu schaffen.
Die Onboarding-Fehlerrate zeigt, wie viele neue Mitarbeitende das Unternehmen im ersten Jahr verlassen. Eine hohe Rate kann auf Probleme im Onboarding-Prozess oder eine schlechte Passung der Kandidaten hinweisen. Ein gut strukturierter Onboarding-Prozess sorgt dafür, dass neue Mitarbeitende schnell integriert werden und sich in der Unternehmenskultur zurechtfinden. Eine niedrige Onboarding-Fehlerrate ist ein Zeichen für einen erfolgreichen Einarbeitungsprozess.
7. Diversität und Inklusion
Diversität am Arbeitsplatz ist heutzutage ein zentrales Thema. Die Förderung einer diversen Belegschaft trägt nicht nur zu einer besseren Entscheidungsfindung bei, sondern sorgt auch für ein kreativeres und integrativeres Arbeitsumfeld. Unternehmen, die sich für Diversität und Inklusion einsetzen, fördern eine Unternehmenskultur des Respekts und der Chancengleichheit, was sich positiv auf die Mitarbeitermotivation auswirkt.
8. Onboarding-Fehlerrate (Onboarding Failure Rate)
9. Mitarbeiterentwicklung und Weiterbildung (Training & Development)
Die Weiterbildung und Entwicklung von Mitarbeitenden sind entscheidend für die langfristige Unternehmensstrategie. Diese Kennzahl misst, wie viel in die Entwicklung der Mitarbeitenden investiert wird und wie erfolgreich diese Programme sind. Eine kontinuierliche Weiterbildung hilft den Mitarbeitenden, ihre Fähigkeiten zu erweitern und sich an die sich ständig verändernden Anforderungen des Marktes anzupassen.
10. Arbeitsunfälle (Workplace Accidents)
Arbeitsunfälle sind ein wichtiger KPI, der nicht nur die Sicherheit der Mitarbeitenden widerspiegelt, sondern auch die Qualität des Arbeitsumfelds und der Sicherheitsrichtlinien im Unternehmen zeigt. Eine hohe Anzahl an Arbeitsunfällen kann auf unzureichende Sicherheitsmaßnahmen oder Schulungen hinweisen. Unternehmen sollten kontinuierlich ihre Sicherheitsrichtlinien überprüfen und präventive Maßnahmen ergreifen, um Arbeitsunfälle zu minimieren.