Was ist Wohlbefinden: Wenn körperliches und psychisches Wohlbefinden zu einem Wettbewerbsparameter für Unternehmen wird

Was ist Wohlbefinden: Wenn körperliches und psychisches Wohlbefinden zu einem Wettbewerbsparameter für Unternehmen wird 2133 1116 HR-ON

Kapitel 5 von 7:

Was ist Wohlbefinden: Körperliches und psychisches Wohlbefinden als Wettbewerbsfaktor.

Heute ist Wohlbefinden kein weiches HR-Thema mehr, sondern ein strategischer Schwerpunkt, der sich direkt auf die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auswirkt. Auf die Frage „Was ist Wohlbefinden?“ gibt es jedoch unterschiedliche Antworten.

Was ist Wohlbefinden – und warum ist Wohlbefinden am Arbeitsplatz wichtiger denn je?
Der Begriff umfasst weit mehr als nur glückliche und arbeitsreiche Tage im Job. Wohlbefinden hat sowohl mit körperlichem und geistigem Wohlbefinden zu tun als auch damit, wie Mitarbeiter ihr Arbeitsleben in der Praxis erleben.

Wenn Unternehmen sich sowohl um das körperliche als auch das psychische Wohlbefinden kümmern, sorgen sie nicht nur für eine bessere Mitarbeitererfahrung, sondern auch für bessere Ergebnisse. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass das Wohlbefinden nicht nur als Wettbewerbsfaktor betrachtet wird.

In diesem Kapitel der Blogreihe untersuchen wir, was Wohlbefinden am Arbeitsplatz bedeutet, wie sich körperliches und psychisches Wohlbefinden gegenseitig beeinflussen und wie Wohlbefinden heute eine strategische Rolle sowohl für die Mitarbeitererfahrung als auch für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens spielt.

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Aktuell lesen Sie:
Kapitel 5 – Was ist Wohlbefinden: Wenn körperliches und psychisches Wohlbefinden zu einem Wettbewerbsparameter für Unternehmen wird

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Was ist Wohlbefinden am Arbeitsplatz – und warum ist es strategisch wichtig geworden?

Wenn wir fragen, was Wohlbefinden am Arbeitsplatz bedeutet, geht es nicht nur um Arbeitsfreude oder Stressfreiheit. Wohlbefinden umfasst das gesamte körperliche, psychische und soziale Wohlbefinden der Mitarbeiter im Arbeitsleben.

Je nach Unternehmen kann es unterschiedliche Ansätze für die Förderung des Wohlbefindens geben, aber warum ist das Wohlbefinden der Mitarbeitenden zu einem strategischen Thema geworden? Die kurze Antwort lautet, dass es verschiedene Parameter gibt, die die Arbeit zu einem Vorteil für den Arbeitsplatz machen.

Einer der wichtigsten Gründe ist, dass Unternehmen mit glücklichen und zufriedenen Mitarbeitenden wettbewerbsfähiger sind als ihre Konkurrenten und weniger Kosten verursachen. Kurz gesagt: Eine hohe Zufriedenheit ist sowohl für die Mitarbeitenden als auch für die Unternehmen eine Win-Win-Situation. 

Das ist jedoch leichter gesagt als getan, und wenn Sie sich ausschließlich mit dem Wohlbefinden Ihrer Mitarbeitenden beschäftigen, um Ihren Gewinn zu steigern, haben Sie den Kampf bereits verloren. Das Wohlbefinden kann nicht nur als strategische Initiative betrachtet werden, sondern muss auf den Erfahrungen der Mitarbeitenden im Arbeitsalltag basieren. Hier geht es darum, ein Gleichgewicht zwischen den Rahmenbedingungen des Unternehmens und einer aufrichtigen Fokussierung auf die Mitarbeitenden zu finden.

Was ist Wohlbefinden? Körperliches und psychisches Wohlbefinden sind untrennbar miteinander verbunden.

Bevor wir fortfahren, ist es wichtig, zunächst zu verstehen, was körperliches und psychisches Wohlbefinden ist und wie sie sich gegenseitig beeinflussen. Wir sind keine ausgebildeten Experten und empfehlen daher immer, sich von Fachleuten beraten zu lassen. Dennoch möchten wir – ausgehend von unseren eigenen Erfahrungen – einige Perspektiven teilen, die hoffentlich inspirierend sein können.

Körperliches Wohlbefinden am Arbeitsplatz: Wenn der Körper den Alltag bewältigen kann

Körperliches Wohlbefinden am Arbeitsplatz hat unter anderem mit folgenden Faktoren zu tun:

  • Ergonomische Arbeitsbedingungen
  • Möglichkeit zur Bewegung während des Arbeitstages
  • Variation in Arbeitshaltungen
  • Zugang zu Pausen und Erholung
  • Arbeitsaufgaben und Arbeitstempo, die der Körper über einen längeren Zeitraum aushalten kann

– Also, die Rahmenbedingungen, unter denen die Mitarbeitenden im Alltag arbeiten, und ob das Arbeitsleben die Bedürfnisse des Körpers unterstützt. Wenn der Arbeitstag von einseitigen Bewegungen, hoher Belastung oder eingeschränkter Bewegungsfreiheit geprägt ist, kann dies zu einem erhöhten Risiko für körperliche Beschwerden und länger anhaltende Beschwerden im Laufe der Zeit führen – sowohl in Muskeln, Gelenken als auch im Rücken.

Bewegung und Sport während der Arbeitszeit sind ein wirksames Mittel, um den Körper zu unterstützen und Belastungen vorzubeugen.

Körperliches Wohlbefinden ist daher keine Frage einzelner großer Maßnahmen, sondern der Schaffung von Rahmenbedingungen, die es den Mitarbeitenden ermöglichen, den Arbeitsalltag zu bewältigen – sowohl hier als auch auf lange Sicht.

Psychisches Wohlbefinden am Arbeitsplatz: Sicherheit, Sinnhaftigkeit und klare Rahmenbedingungen

Psychisches Wohlbefinden am Arbeitsplatz bezieht sich darauf, wie die Arbeit mental und emotional wahrgenommen wird:

  • Klare Erwartungen an Aufgaben und Rollen
  • Realistische Anforderungen in Bezug auf Zeit und Ressourcen
  • Das Gefühl von Sinnhaftigkeit und Einfluss bei der Arbeit
  • Psychologische Sicherheit in der Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten

Ein gutes psychisches Arbeitsumfeld bedeutet, dass die Mitarbeitenden sich mit Respekt und Vertrauen behandelt fühlen, überschaubare Aufgaben haben und das Gefühl haben, dass ihr Beitrag wertvoll ist. Wenn die Rahmenbedingungen für ein gutes psychisches Arbeitsumfeld gegeben sind, wird die Arbeit als motivierend und stärkend empfunden, was wiederum die Arbeitsfreude und das Wohlbefinden fördert.

Gleichzeitig zeigen viele Erfahrungen und Empfehlungen im Bereich Arbeitsumfeld, dass psychisches Wohlbefinden gefördert wird, wenn der Fokus auf Dialog, klare Kommunikation und gegenseitigen Respekt in der Zusammenarbeit liegt. Ein Arbeitsumfeld, in dem sich die Mitarbeitenden sicher fühlen, ihre Ideen, Fragen und Bedenken zu äußern, schafft eine bessere Zusammenarbeit und ein stärkeres gemeinsames Verständnis für die Arbeitsaufgaben.

So hängen körperliches und psychisches Wohlbefinden zusammen

Fühlen Sie sich unwohl, weil das Raumklima schlecht ist? Verursacht das Kopfschmerzen? Ja, körperliches und psychisches Wohlbefinden beeinflussen sich gegenseitig. Wenn Sie sich an die Arbeit machen, lautet der beste Rat daher – wie die Branchenvereinigung für Arbeitsumfeld und Wohlbefinden sowie öffentliche Verwaltung mitteilt –, vielschichtig und ganzheitlich vorzugehen.

Sich ausschließlich auf einen Parameter zu konzentrieren, kann das Wohlbefinden langfristig nicht steigern. Bedeutet das nun, dass Sie mit allem gleichzeitig beginnen müssen? Nein, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Es empfiehlt sich, einen Plan mit überschaubaren Schritten zu erstellen.

Je nach Art Ihres Unternehmens können Sie einen Plan erstellen, der genau zu Ihnen passt. Unabhängig davon, ob Sie die Aufgabe alleine oder mit einem größeren Team bewältigen, müssen Sie nun herausfinden, wie Sie das Wohlbefinden fördern können – also welche Instrumente Ihnen dafür zur Verfügung stehen.

Digitale Lösungen für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz

Das Wohlbefinden wird von den Menschen in der Organisation geschaffen, aber digitale Lösungen können dabei eine wichtige Unterstützung sein. Digitale Tools können Struktur und Übersicht schaffen und Daten liefern, die als Material für die Arbeit am Wohlbefinden genutzt werden können.

Ein solches Tool ist HR-ON Wellbeing, mit dem Sie sowohl Umfragen zum Wohlbefinden durchführen als auch als Führungskraft Feedback erhalten können und Fachleute zur Verfügung stehen, die den Mitarbeitern helfen, bevor sich deren Probleme mit dem Wohlbefinden verschlimmern.

Was machen wir bei HR-ON?

Neben einer jährlichen Umfrage zum Wohlbefinden und Pulsgesprächen nutzen wir selbst HR-ON Wellbeing mit regelmäßigen Messungen, die einen Überblick über das Wohlbefinden geben. Sollte ein Mitarbeiter Hilfe benötigen, steht ein Fachteam bereit.

Mini-Anleitung zu Wohlbefinden und zur Verwendung eines digitalen Tools

Bis jetzt haben wir uns damit beschäftigt, was Wohlbefinden für Unternehmen bedeutet, welchen Unterschied es zwischen körperlichem und psychischem Wohlbefinden gibt und wie digitale Tools Ihnen dabei helfen können. Nun können wir uns eine kurze Anleitung ansehen, die Sie durch die verschiedenen Schritte führt, die Sie bei der Arbeit am Wohlbefinden erwarten können.

Die Anleitung umfasst 10 vereinfachte Schritte – Sie können den Fall jederzeit detaillierter an die Bedürfnisse Ihres Unternehmens anpassen.

  1. Schritt: Klären Sie Ihr Verständnis von Wohlbefinden
    Beginnen Sie damit, sich darauf zu einigen, was Wohlbefinden für Sie bedeutet – sowohl in körperlicher, psychischer als auch sozialer Hinsicht. Wohlbefinden muss vom Alltag der Mitarbeiter ausgehen, nicht nur von KPIs.
  2. Schritt: Erfassen Sie das aktuelle Wohlbefinden
    Verwenden Sie beispielsweise eine Zufriedenheitsumfrage oder eine Pulsmessung, um eine Datenbasis zu schaffen, die zeigt, wo Sie heute stehen.
  3. Schritt: Fokusbereiche identifizieren
    Analysieren Sie die Ergebnisse und legen Sie die wichtigsten Handlungsfelder fest – z. B. Arbeitsbelastung, Ergonomie, Zusammenarbeit oder Führungskommunikation.
  4. Schritt: Priorisieren und begrenzen Sie die Maßnahmen
    Wählen Sie wenige, realistische Schwerpunkte, anstatt alles auf einmal lösen zu wollen. Kleine, konkrete Schritte sorgen für Fortschritt.
  5. Schritt: Beziehen Sie die Führungskräfte und Mitarbeitende mit ein
    Die Arbeit am Wohlbefinden ist am erfolgreichsten, wenn sowohl die Führungskräfte als auch die Mitarbeitende aktiv mitwirken und sich verantwortlich fühlen.
  6. Schritt: Definieren Sie Maßnahmen und Verantwortlichkeiten
    Setzen Sie Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen um und legen Sie klar fest, wer für was verantwortlich ist.
  7. Schritt: Nutzen Sie digitale Tools als Unterstützung
    Nutzen Sie beispielsweise HR-ON Wellbeing für laufende Messungen, Führungsunterstützung und frühzeitige Maßnahmen – aber denken Sie daran, dass das Tool nicht allein stehen kann.
  8. Schritt: Schaffen Sie Dialog und psychologische Sicherheit
    Folgen Sie den Messungen mit Gesprächen, offenem Dialog und klarer Kommunikation nach, damit die Daten zu echten Veränderungen führen.
  9. Schritt: Laufend nachverfolgen und anpassen
    Wohlbefinden ist kein einmaliges Projekt. Bewerten Sie die Wirkung Ihrer Maßnahmen und passen Sie sie bei Bedarf kontinuierlich an.
  10. Schritt: Verankern Sie Wohlbefinden im Alltag
    Machen Sie das Wohlbefinden zu einem natürlichen Bestandteil der Unternehmenskultur und der Mitarbeiterentwicklung – nicht nur zu einer strategischen Initiative, sondern zu einer gemeinsamen Priorität.

Wohlbefinden als Teil des Arbeitslebens

Wohlbefinden ist mehr als nur KPIs und schnelle Lösungen – das wissen Sie wahrscheinlich bereits. Die Frage ist also, wie Sie am besten mit Wohlbefinden arbeiten können, damit es in erster Linie den Mitarbeitern zugute kommt und der Wettbewerbsfaktor ein Bonus, aber nicht das Ziel ist.

Die Arbeit an der Zufriedenheit ist nicht nach einer Woche erledigt. Digitale Lösungen wie das Zufriedenheits-Tool HR-ON Wellbeing können eine Hilfe sein, damit Sie Daten über die Arbeit haben und sich von Fachleuten beraten lassen können, bevor die Unzufriedenheit wächst. Sie können eine Demo buchen oder Ihren Preis mit dem Preisrechner berechnen, um mehr über HR-ON Wellbeing zu erfahren.

Die Kapitel 4 und 5 der Blogreihe befassen sich mit dem Thema Wohlbefinden als Teil des Arbeitslebens. Im nächsten Kapitel werden wir uns näher mit dem Thema Personalbeschaffung befassen.

FAQ: Was ist Wohlbefinden?

  • Wohlbefinden bezieht sich auf das gesamte körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden des Menschen. Im Arbeitskontext beschreibt Wohlbefinden, wie Mitarbeitende ihr Arbeitsleben in der Praxis erleben – einschließlich Rahmenbedingungen, Beziehungen, Aufgaben und Arbeitsumfeld.

  • Das Wohlbefinden am Arbeitsplatz umfasst die Wahrnehmung der Mitarbeitenden hinsichtlich des physischen und psychischen Arbeitsumfelds. Dazu gehören unter anderem klare Erwartungen, realistische Anforderungen, Sicherheit in der Zusammenarbeit und Arbeitsbedingungen, die langfristig Bestand haben.

  • Das Wohlbefinden ist zu einem strategischen Faktor geworden, da es sowohl für die Mitarbeiterzufriedenheit als auch für die Fähigkeit des Unternehmens, Kompetenzen zu erhalten und weiterzuentwickeln, von Bedeutung ist. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen, dass das Wohlbefinden nicht als alleiniges Ziel betrachtet werden kann, sondern auf dem Alltag und den Erfahrungen der Mitarbeitenden basieren muss.

  • Körperliches und psychisches Wohlbefinden beeinflussen sich gegenseitig. Belastungen am Arbeitsplatz können sich auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirken, ebenso wie psychisches Unwohlsein körperliche Beschwerden verursachen kann. Daher erfordert die Arbeit am Wohlbefinden einen ganzheitlichen Ansatz.

  • HR-ON Wellbeing kann als unterstützendes Instrument für die Arbeit im Bereich Wohlbefinden eingesetzt werden, indem es Struktur, Überblick und kontinuierliche Einblicke schafft. Durch Messungen, Führungsunterstützung und Zugang zu fachlichem Austausch können Organisationen systematischer und zeitnaher am Wohlbefinden arbeiten.