Kapitel 1 von 4: Erfolgreiches Recruiting im Jahr 2026
Employer Branding 2026: Bereit, fertig … einstellen!
Im Jahr 2026 lässt sich Recruiting nicht mehr kurzfristig „zusammenstellen“. Es erfordert klare Überlegungen, das richtige Timing und ein stimmiges Gesamtkonzept – von der ersten Zutat bis zum fertigen Ergebnis. Employer Branding ist dabei das Fundament, das über den Erfolg oder Misserfolg Ihrer Recruiting-Maßnahmen entscheidet.
Willkommen zur Serie Erfolgreiches Recruiting im Jahr 2026. Mit dem ersten Kapitel widmen wir uns der wichtigsten Grundlage: dem Employer Branding.
Denn wie bei einem anspruchsvollen Wettbewerb geht es nicht nur um die richtigen Zutaten – entscheidend ist das Gesamterlebnis. Der Eindruck, das Gefühl und die Wirkung, die Sie hinterlassen.
Im Jahr 2026 haben Kandidatinnen und Kandidaten zahlreiche Optionen. Sie erkennen schnell, wer sein Konzept im Griff hat – und wer noch nicht ganz ausgereift ist. Werfen wir daher einen genaueren Blick auf Employer Branding als Basis für exzellentes Recruiting.
Worum geht es beim Employer Branding?
Lässt sich Employer Branding eindeutig definieren, ohne Wesentliches auszulassen? Ein Versuch in aller Kürze:
Employer Branding beschreibt die Wahrnehmung Ihres Unternehmens als Arbeitgeber.
Doch im Jahr 2026 reicht es nicht mehr aus zu sagen: „Wir sind ein attraktives Unternehmen mit starken Werten und guten Benefits.“
Kandidatinnen und Kandidaten übernehmen diese Aussagen nicht ungeprüft – sie recherchieren.
Employer Branding umfasst den Gesamteindruck, den Sie bei Bewerbenden und Mitarbeitenden hinterlassen:
- Was vermitteln Ihre Stellenanzeigen – auch zwischen den Zeilen?
- Wie wirkt Ihre Karriereseite?
- Welchen Ton erleben Bewerbende im Auswahlprozess?
- Und entspricht all das der Realität?
Recruiting beginnt heute häufig lange vor dem ersten Gespräch. Kandidatinnen und Kandidaten informieren sich, lesen Bewertungen und bilden sich eine Meinung, bevor sie überhaupt auf „Bewerben“ klicken – rund 83 % prüfen Unternehmensbewertungen vor einer Bewerbung.
Employer Branding ist daher keine reine Marketingaufgabe. Es zeigt sich in der Unternehmenskultur, in der Kommunikation und im Arbeitsalltag. Doch wie sieht ein überzeugendes Gesamtkonzept aus?
Sie lesen ein Kapitel unserer Blogserie Erfolgreiches Recruiting im Jahr 2026 –
eine Reihe, in der jedes Kapitel einen zentralen Bereich beleuchtet, mit dem Sie Ihr Recruiting gezielt weiterentwickeln können.
Aktuell befinden Sie sich in:
Kapitel 1 – Employer Branding 2026: Bereit, fertig … einstellen!
Vier Bereiche, die Ihre Arbeitgebermarke 2026 stärken
Employer Branding kann schnell komplex wirken. Doch Sie müssen nicht alle Maßnahmen gleichzeitig umsetzen. Sinnvoll ist es, dort zu beginnen, wo die größte Wirkung erzielt wird – und wo sich Maßnahmen gegenseitig verstärken.
Viele Aspekte spielen eine Rolle: Kultur, Kommunikation, Recruiting-Prozesse, Employee Experience, Werte, Social Media und mehr.
Statt alles auf einmal anzugehen, empfiehlt es sich, vier zentrale Bereiche gezielt zu betrachten:
- Unternehmensgeschichte
- Unternehmenskultur
- Candidate Experience
- Kommunikation
1) Ihre Unternehmensgeschichte – wofür stehen Sie?
Der erste Schritt ist der Blick nach innen:
Wofür möchten Sie als Arbeitgeber wahrgenommen werden?
Es geht nicht darum, etwas Neues zu erfinden, sondern Bestehendes klar zu formulieren.
Im Jahr 2026 entscheiden sich Kandidatinnen und Kandidaten nicht nur für eine Stelle, sondern für ein Umfeld, in dem sie sich wiederfinden. Daher sollten Sie beantworten können:
- Wofür steht Ihr Unternehmen?
- Was macht Sie unverwechselbar?
- Was dürfen Mitarbeitende bei Ihnen erwarten?
Ist diese Grundlage klar, wird Employer Branding einfacher. Es geht nicht darum, eine Marke künstlich zu erschaffen, sondern sie sichtbar zu machen. Dabei tragen nicht nur HR oder Marketing Verantwortung – mehrere Bereiche sollten gemeinsam an der Ausgestaltung arbeiten.
Ein sinnvoller Startpunkt ist eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe, die die Unternehmensgeschichte strukturiert erarbeitet und definiert, wie sie kommuniziert werden.
Was machen wir bei HR-ON?
Wie erzählen wir unsere Geschichte und wer wir sind? Eine Möglichkeit, diese Frage zu beantworten, besteht darin, zu zeigen, wie wir als Unternehmen sind. Wir haben dies in einem Mitarbeiter-Manifest festgehalten, das sowohl Mitarbeiter als auch interessierte Bewerber lesen können.
2) Kultur – die Marke von innen heraus
Employer Branding beschränkt sich nicht auf Beiträge in sozialen Medien. Die tatsächliche Mitarbeitererfahrung und die gelebte Unternehmenskultur sind entscheidend.
Interessierte prüfen zunehmend, wie ein Unternehmen tatsächlich arbeitet:
- Gibt es gemeinsame Aktivitäten?
- Wie sieht das Arbeitsumfeld aus?
- Werden authentische Einblicke gewährt – oder ausschließlich professionell inszenierte Inhalte?
Ein zentraler Ansatz lautet: Zeigen statt nur beschreiben.
Soziale Medien bieten hierfür eine geeignete Plattform. Wenn engagierte Mitarbeitende als authentische Botschafterinnen und Botschafter auftreten, entsteht ein glaubwürdiges Bild Ihres Unternehmens.
3) Candidate Experience – wenn Ihre Marke erlebbar wird
Die Candidate Experience entscheidet häufig darüber, wie Ihre Arbeitgebermarke wahrgenommen wird. Sie umfasst sämtliche Kontaktpunkte im Recruiting – vom ersten Klick auf die Stellenanzeige bis zur finalen Rückmeldung.
Im Jahr 2026 erwarten Bewerbende einen Prozess, der professionell und zugleich menschlich wirkt.
Fünf konkrete Ansatzpunkte:
- Gestalten Sie Bewerbungen persönlich und markenkonform.
- Kommunizieren Sie klar, transparent und in Ihrer eigenen Sprache – vermeiden Sie Floskeln.
- Geben Sie im Gespräch Einblicke über die fachliche Ebene hinaus (z. B. Teamaktivitäten).
- Nutzen Sie Technologie, die Geschwindigkeit, Transparenz und Individualität unterstützt.
- Holen Sie Feedback ein: Was lief gut? Wo besteht Verbesserungsbedarf?
Arbeit nimmt einen großen Teil des Lebens ein – und Menschen sind unterschiedlich. Zeigen Sie, dass bei Ihnen Raum für Vielfalt besteht.
4) Kommunikation – Ihre Arbeitgebermarke sichtbar machen
Selbst die stärkste Arbeitgebermarke entfaltet keine Wirkung, wenn sie nicht wahrgenommen wird.
Entscheidend ist eine authentische und konsistente Kommunikation über Karriereseite, soziale Medien und Recruiting-Prozesse hinweg.
Dabei geht es nicht um Quantität, sondern um Glaubwürdigkeit. Prüfen Sie:
- Entspricht Ihre Sprache Ihrer Unternehmenskultur?
- Ist Ihr Kommunikationsstil konsistent – auch plattformgerecht angepasst?
- Haben Sie Leitlinien für Tonalität und Sprache?
Vielleicht haben Sie einen Markenleitfaden, aber haben Sie auch einen für die Sprache?
Employer Branding funktioniert am besten, wenn das, was Ihr Unternehmen nach außen kommuniziert, mit dem übereinstimmt, was intern geschieht. Das gilt auch für den Schreibstil – immer angepasst an die jeweilige Plattform.
Vielleicht gibt es in Ihrem Unternehmen einen besonderen Ausdruck oder eine besondere Redewendung. Warum lassen Sie diese nicht auch Teil Ihrer Kommunikation werden?
Employer Branding ist keine Kampagne
Eines der größten Missverständnisse in Bezug auf Employer Branding ist, dass man es nur dann „betreibt“, wenn man Mitarbeiter braucht. Es handelt sich dabei weder um eine Kampagne noch um eine schnelle Mischung, die man in letzter Minute zusammenstellt – es wird über einen längeren Zeitraum aufgebaut.
Zu zeigen, wer man ist, sollte ein fester Bestandteil der Agenda sein. Die Herausforderung besteht oft darin, zu entscheiden, wer für diese Aufgabe zuständig ist. Natürlich könnte dies in den Bereich Kommunikation oder Marketing fallen, aber vergessen Sie nicht die Beiträge anderer Abteilungen.
Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu präsentieren. Probieren Sie die oben genannten Tipps aus und finden Sie heraus, was für Ihre Zielgruppe am besten funktioniert.
Employer Branding macht nicht nur Spaß, es ist auch wichtig, sogar für CEOs. Und wenn sowohl die Führungskräfte als auch die Mitarbeiter den Wert erkennen, kann Zeit für mehr als nur kleine Employer-Branding-Aufgaben aufgewendet werden – für einen vollständigen Jahresplan.
Eine gute Möglichkeit, zu zeigen, wer Sie sind, besteht darin, die Mitarbeiter mehr von sich erzählen und zeigen zu lassen.
Sie können beispielsweise Videos mit Mitarbeitern erstellen, wie z. B. „Lernen Sie Ihren Kollegen kennen“:
Employer Branding erfordert auch die richtigen Tools
Beim Employer Branding geht es nicht nur um Storytelling und Kultur, sondern auch darum, wie die Personalbeschaffung in der Praxis funktioniert. Selbst die stärkste Unternehmensgeschichte kann scheitern, wenn die Kandidatenerfahrung schlecht ist oder die Kommunikation unklar wird.
Deshalb können digitale Tools eine zusätzliche Hilfe sein. Ein Rekrutierungssystem kann beispielsweise ein wesentlicher Bestandteil sein. Das bietet Ihnen HR-ON Recruit, das alles von Karriereseiten und KI-Profiling bis hin zu automatisierter Kalenderbuchung, verbesserter interner Kommunikation und Benchmarks umfasst, mit denen Sie Ihre Personalbeschaffung mit anderen in der Branche vergleichen können.
Wenn die Prozesse reibungslos funktionieren, wird Employer Branding mehr als nur ein Schlagwort. Es wird zu etwas, das die Bewerber spüren.
Möchten Sie Ihr Employer Branding gezielt weiterentwickeln?
Möchten Sie erfahren, wie Sie Employer Branding und Personalbeschaffung im Alltag strukturierter gestalten können? Dann buchen Sie eine Demo und erleben Sie, wie HR-ON Ihnen dabei helfen kann, die richtigen Kandidaten zu gewinnen – und ein durchgängiges Candidate Experience zu schaffen.
Sie können auch unseren Preisrechner nutzen und sich einen schnellen Überblick darüber verschaffen, was Ihren Anforderungen entspricht.
Sie haben nun Kapitel 1 der Reihe „Erfolgreiche Personalbeschaffung im Jahr 2026” gelesen. Im nächsten Kapitel werden wir uns mit einem weiteren wichtigen Aspekt befassen: der Verringerung von Vorurteilen bei der Personalbeschaffung.
Die Frage lautet also: Sind Sie bereit, das Rezept vollständig umzusetzen?
FAQ: Was ist Employer Branding?
Was ist Employer Branding?
Employer Branding beschreibt die Wahrnehmung eines Unternehmens als Arbeitgeber – sowohl durch Bewerbende als auch durch Mitarbeitende.
Wie hängen Wohlbefinden und Employer Branding zusammen?
Eine starke Arbeitgebermarke basiert auf einer gesunden Unternehmenskultur und einem hohen Maß an Mitarbeiterzufriedenheit. Die interne Erfahrung prägt die externe Wahrnehmung.
Warum ist Wohlbefinden 2026 besonders wichtig für Recruiting?
Kandidatinnen und Kandidaten entscheiden sich nicht nur für eine Position, sondern für ein Umfeld, in dem sie sich entwickeln und wohlfühlen können.
Wie können Unternehmen Wohlbefinden und Employer Branding stärken?
Durch eine authentische Kultur, klare Kommunikation, eine positive Candidate Experience und die konsequente Umsetzung dessen, was nach außen versprochen wird.