Employer Branding

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Das soziale Unternehmen

Das soziale Unternehmen 1200 628 HR-ON

Das Konzept des sozialen Unternehmens hat an Zugkraft gewonnen. In dem Global Human Capital Trends Report, der 2018 von Deloitte veröffentlicht wurde, wird die Wichtigkeit des ‘Corporate Citizenships’ – also die gesellschaftliche Verantwortung – hervorgehoben. Es wird Zeit, sich dieses Konzept näher anschauen.

Was ist ein soziales Unternehmen?

Das zentrale Konzept der ‘Social Enterprise’ ist definiert als ‘Bürgerschaft’. Diese definiert sich – in ihrer ursprünglichen Bedeutung – über die Staatsangehörigkeit und  stellt Erwartungen an Individuen in Bezug auf die Erfüllung von moralischer Standards, die sich aus der Mitgliedschaft in der Gesellschaft ergeben. Übertragen in einen betriebswirtschaftlichen Kontext bedeutet dies, dass auch Unternehmen – als Mitglieder der Gesellschaft – verantwortungsvoll handeln. Eine Möglichkeit diesen Trend festzustellen, ist anhand steigender Erwartungen der Interessenvertreter an das ‘Corporate Citizenship’.
Ein soziales Unternehmen nutzt den eigenen Einfluss auf die Gesellschaft in einem positiven Sinne, bspw. indem es Probleme wie die Erderwärmung, gesellschaftliche Vielfältigkeit oder Geschlechtergleichstellung und Entlohnung thematisiert. Es zeigt sich also, dass Themen, die ihren Ursprung in der Politik haben in einen wirtschaftlichen Kontext übertragen werden.

Wodurch zeichnet sich ein soziales Unternehmen aus?

Zwei wesentliche Merkmale eines sozialen Unternehmens, die Josh Bersin und das Deloitte Human Capital Trends Team in ihren Report im Jahr 2018 veröffentlicht haben, sind zum einen die enge, interne Vernetzung, und zum anderen der starke Fokus auf den Einfluss, den jede/r Mitarbeiter/in auf das externe Umfeld hat.

Ein soziales Unternehmen trotz schon existierendem CSR-Programm?

Der Unterschied zwischen diesen beiden Konzepten kann schon aus deren Formulierung herausgelesen werden: ein soziales Unternehmen integriert verantwortungsvolles Verhalten in allen Handlungen des gesamten Unternehmens – von PraktikantInnen bis zur Führungsebene. Ein CSR Programm ist ein Plan, der ausgeführt wird und nicht unbedingt das Verhalten im gesamten Unternehmen beeinflusst.

Was sind die Vorteile eines sozialen Unternehmens?

Zu Beginn des Beitrags wurden einige Probleme aufgeführt, die von einem sozialen Unternehmen thematisiert werden können, z.B. Geschlechtergleichstellung und gleiche Entlohnung. Die Tatsache, dass diese Themen Einzug in die öffentliche Debatte gefunden haben, zeigt eine Entwicklung hin zu mehr Transparenz. Ein integer und verantwortungsvoll handelndes Unternehmen kann von diesem Trend zur Transparenz nur profitieren.
In diesem Kontext sei auch die zunehmende wirtschaftliche Kraft der Generation Y genannt. Millennials sind gut informierte und bewusste Verbraucher, die dem sozialen Unternehmenskonzept eine hohe Wichtigkeit in ihrem Kaufentscheidungsprozess zu schreiben. Bis zum Jahr 2020 werden Millennials 35% der Beschäftigten repräsentieren und eine Kaufkraft von ca. US$15 Billionen innehaben. Das Konzept des sozialen Unternehmens kann also zu einem Wettbewerbsvorteil führen und scheint auch in Zukunft ein wichtiges Konzept zu sein. Zudem kann es gleichzeitig im Employer und Customer Branding verwendet werden, welches ein Grund dafür ist, dass eine verbesserte finanzielle Performance mit dem sozialen Unternehmenskonzept assoziiert wird.

Wie kann das Konzept des sozialen Unternehmens praktisch angewendet werden?

Ein soziales Unternehmen ist ernsthaft am Wohlergehen der eigenen MitarbeiterInnen interessiert, und bspw. können Bonus- und Anerkennungsprogramme eingeführt werden. Indem MitarbeiterInnen die Möglichkeit gegeben wird, sich weiterzuentwickeln und sie somit ermutigt werden, sich selbst neu zu erfinden, kann ein Pool unaufhaltsamen Talents kreiert werden. Um der unternehmensexternen Welt zu dienen, können Unternehmensziele und soziale Projekte sich ergänzen. Ein weiterer Aspekt des sozialen Unternehmens ist es, sich daran zu erinnern, dass wir in einer verbundenen Welt leben, in der technologischer Fortschritt nicht die menschliche Komponente ersetzen kann.

Illustration af AI

Kann künstliche Intelligenz die Welt des Personalwesens bereichern?

Kann künstliche Intelligenz die Welt des Personalwesens bereichern? 560 420 HR-ON

Ein weiteres Jahr ist vorbei und brachte wieder eine Reihe an technologischen Entwicklungen, die mit dem großen Versprechen unser Leben zu verbessern auf den Markt schwemmten. Leider – und nicht überraschend – hielten nicht viele von ihnen dieses Versprechen: explodierende Galaxy Note 7s und Snapchat-Spektakel, die ihren Namen nicht gerecht werden, sind nur einige der nicht all zu glorreichsten Momente des Jahres 2018. Dennoch gab es auch Innovationen, die zurecht unsere Aufmerksamkeit bekommen haben – eine dieser ist die Künstliche Intelligenz (KI).

Auch wenn die Verbindung zwischen KI und HR nicht auf den ersten Blick offensichtlich wirkt, gibt es viele Varianten, wie KI die Möglichkeiten des Personalwesens erweitern kann. Stellen Sie sich einen Tag vor, an dem Sie nicht endlosen Papierbergen hinterher jagen, sondern Ihre HR-Systeme effizienter arbeiten, Sie bessere Entscheidungen treffen, und somit Ihre Produktivität und Profite steigern. Wer kann da schon Nein sagen?!

Viele Unternehmen haben diese Vorteile schon ins Auge gefasst und Schritte eingeleitet, um die neuen Technologien in ihr HR-Team zu integrieren. Das Supply Chain Management Unternehmen Flexport, beispielsweise, nutzt KI zur Unterstützung bei der schwierigen Suche nach Ingenieurstalenten. Die Beratungsfirma rloop andererseits nutzt KI, um den Onboarding-Prozess neuer MitarbeiterInnen effektiver zu gestalten und die Bewerbererfahrungen zu verbessern. Diese Beispiele kratzen nur an der Oberfläche dessen, was KI für Sie tun kann. Hier sind weitere Bereiche, in denen KI Ihrem HR-Team helfen kann:

1. Die Automatisierung von Geschäftsprozessen und administrativen Tätigkeiten

Bewerbungsverwaltungssysteme, die KI nutzen, können Ihnen dabei helfen, Abläufe  und sich wiederholende Recruitingaufgaben zu automatisieren, z.B. die Bündelung und Sichtung von Lebensläufen, die Vereinbarung von Bewerbungsgesprächen, sowie die Identifikation von Gemeinsamkeiten in den Profilen aktueller MitarbeiterInnen und BewerberInnen. Durch die Automatisierung dieser Prozesse haben PersonalmanagerInnen die Möglichkeit mehr Zeit mit Ihren GeschäftspartnerInnen und MitarbeiterInnen zu verbringen – eine der größten Herausforderungen im Personalbereich. Zugleich bietet dies RecruiterInnen und ManagerInnen die Chance sich wieder mehr auf strategische Aufgaben zu konzentrieren und sich der Qualität des Recruitingprozesses zu widmen. Dies wird höchstwahrscheinlich niemals von KI übernommen werden können.

2. Die Gewinnung besserer KandidatInnen

Wir suchen alle nach KandidatInnen mit dem Wow-Faktor: Können und Erfahrung stimmen mit den Anforderungen der Stellenausschreibung überein, die Unternehmenskultur und der/die KandidatIn passen perfekt, kurzum es ist einfach eine tolle Person.

In der Theorie klingt das toll, nur in der Realität fühlt es sich so an, als würde man die Nadel im Heuhaufen suchen. Zum Glück ist das Filtern von KandidatInnen eine der nützlichsten Funktionen von KI. Systeme, die KI nutzen, können Ihnen dabei helfen sicher zu gehen, dass Sie einen unvoreingenommenen  Schreibstil verwenden, welcher Ihnen helfen kann einen diversen Kandidatenpool anzuwerben. Zudem kann KI die besten Lebensläufe finden, passende KandidatInnen aufzeigen und somit den Kandidatenpool auf nur relevante Bewerbungen einkreisen. Dies erlaubt es den Recruiting-Prozess merklich zu beschleunigen und Personalexperten können bessere Entscheidungen darüber treffen, wer das Unternehmen bereichern kann. Dies erhöht die Qualität der Neueinstellungen.

3. Verbesserte Kommunikation = Bessere Bewerbererfahrung

Sie würden am liebsten allen KandidatInnen eine persönliche Antwort mit Feedback und Updates zum jeweiligen Bewerbungsstatus senden? Und dies unabhängig vom Bewerbungsvolumen und der Anzahl an KandidatInnen? Oder hätten Sie gerne jemanden, der all die repetitiven Fragen beantwortet, die Ihr Postfach füllen und Sie so viel Zeit kosten?

Dieses Szenario kann schon in naher Zukunft Realität werden, mit Bewerbungsmanagementsystemen, die durch KI gesteuert werden und Chatbots, die einen Teil der Kommunikation übernehmen können. Die Kombination dieser Technologien erlaubt es RecruiterInnen die Last dutzender Emails und Anrufe zu nehmen, in denen BewerberInnen sich über den aktuellen Bewerbungsstatus und weitere Einzelheiten des Recruitingprozesses erkundigen. Die verloren Stunden können Sie so zurückgewinnen. Zusätzlich können Sie die Kommunikation mit KollegInnen und KandidatInnen verbessern und so ein vorteilhaftes Bild Ihres Unternehmens schaffen, dass eine gute Bewerbererfahrung bietet und KandidatInnen versichern kann, dass der jeweilige Lebenslauf nicht in den Tiefen administrativer Prozesse versunken ist.

4. Konformität wahren

Seit der Einführung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Mai 2018 hat das Wort ‘Regelkonformität’ eine ganz neue Bedeutung für viele Unternehmen bekommen. Systeme mussten aktualisiert, Prozesse verbessert und zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Natürlich sind dies valide Lösungen, dennoch sind es die Unternehmen, die sich der KI zu wenden, die in der Arena der Regelkonformität gewinnen. Durch die Verwendung von KI können Sie nicht nur versichert sein, dass Ihre Daten gesichert sind, sondern dass Ihr Unternehmen Muster und Unregelmäßigkeiten erkennen kann. Dies erlaubt es Ihnen mögliche Sicherheitsverletzungen schon sehr früh zu erkennen. Diese Entwicklungen helfen Ihnen wertvolle Zeit und Ressourcen einzusparen, mögliche PR-Desaster zu verhindern, und vor allem die Daten Ihrer MitarbeiterInnen und KundInnen zu schützen: eine Win-Win Situation für alle Beteiligten.

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